Wenn man durch die Hauptstraßen von Buenos Aires läuft wird man ca. alle 5 Meter von angequatscht, ob man denn nicht Geld wechseln möchte. Bei einer Inflationsrate von 25% und einem offziellen Handelsverbot mit Dollar oder € ist der Dollar hier sehr begehrt. Die Herrren an der Straße machen wohl auch einen deutlich besseren Kurs als die Banken, jedoch weiß man nicht, ob man nicht doch enfach ramponierte Farbkopien Peso-Scheinen bekommt.
Ansonsten sind wir jetzt mal einen ganzen Tag durch verschiedene Viertel der Stadt gelaufen. Es gibt ganz schöne Ecken aber dieses „Buenos Aires ist eine sooo tolle Stadt“ haben wir noch nicht gefunden.
Besser als Udo Jürgens und die Nationalmannschaft von 78 könnte ich’s auch nicht singen.
Heute morgen gegen 8:00 Uhr Ortszeit sind wir nach einem doch recht entspannten 14-Stunden Flug in Buenos Aires gelandet und nach knapp einer Stunde Taxifahrt am Hotel angekommen.
Nach kurzer Verschnaufpause sind wir dann auch direkt los unseren Stadtteil Palermo zu erkunden und haben 3 Dinge gelernt:
1. Unsere Annahme, dass man in der Millionenmetropole und Landeshauptstadt ganz gut mit Englisch klar kommt stimmt nicht.
2. unser VHS Kurs „Spanisch für Touristen“ von vor 4 Monaten hilft nur bedingt.
3. Prepaidkarten auf Touristenspanisch fürs Handy kaufen ist ein Abenteuer und man muss mindestens 2 verschiedene Läden dafür aufsuchen. Bislang habe ich es geschafft eine Karte zu kaufen. Guthaben konnte ich noch nicht aufladen, da die Kioskbesitzer mich einfach nicht verstehen. Morgen arbeite ich weiter daran.
Nachdem der Tag mit schwülen 30 Grad gestartet ist, gab es eben noch ein kleines Unwetter. Wir waren da zum Glück in der U-Bahn.
Bislang hat sich Buenos Aires nicht als die totale schöne Stadt herausgestellt von der viele so schwärmen. Ich habe es bisher eher als sehr dreckig, laut und etwas abgewohnt wahrgenommen. Und das obwohl wir in einem der aktuell total angesagten Viertel wohnen. Na ja, das Schanzenviertel in Hamburg ist tagsüber auch nicht besonders ansehnlich.
Morgen werden wir mal das Standard-Touristenprogramm abarbeiten. Dann gibts auch ein paar Fotos.
Übrigns: Das e meiner kleinen Bluetoothtastatur verlangt deutlich stärkern Einsatz von mir. Kann also sein, dass das ein odr ander fehlt.
Nachdem wir uns für den Flug am 08.11. entschieden haben, scheint die Lufthansa zu Scherzen aufgelegt zu sein. Das waren 5 Minuten mit Blutdruck von 300.
Der Streik des Kabinenpersonals der Lufthansa hat mittelprächtige Panikschübe bei uns ausgelöst, da unser Flug am zweiten Streiktag geplant war.
Morgens hieß es dann auch in allen Medien, dass Frankfurt am Samstag auf jeden Fall bestreikt wird. Da natürlich online oder per CallCenter aufgrund des Massenandrangs nichts zu machen war, sind wir kurzerhand zum Flughafen Köln/Bonn gefahren und haben uns dort von einer äußerst freundlichen Lufthansamitarbeitertin beratenen lassen.
Wir wollten ja unbedingt unsere Reise starten und hatten keine Lust auf einen Alternativflug mit Ethiopian Air über 3 Zwischenstopps umgebucht zu werden. Da wir ganz sicher gehen wollten haben wir uns dann auf einen LH-Direktflug am Sonntag umbuchen lassen, da UFO schon angekündigt hat an diesem Tag nicht zu streiken.
Unterm Strich bleibt von der ganzen Aufregung ein Tag Verzug. Das lässt sich aber bei insgesamt 70 Reisetagen verschmerzen 🙂